Erste Schnappschüsse mit Papas
Voigtländer Vitessa, 1955

  



"Faszination des Augenblicks – Eine Technikgeschichte der Photographie"


Neue Dauerausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin

Die Ausstellung präsentiert in etwa vierzig Vertiefungsebenen die Fotografie als technisches Mittel der Bildherstellung. In anschaulicher und unterhaltsamer Weise lässt sich ihre technikhistorische Entwicklung bis in die Jetztzeit nachvollziehen. Inhaltliche Bezüge sind schwerpunktmäßig am Porträt ausgerichtet.
 
Besondere Aufmerksamkeit wird den vielfältigen Anwendungsbereichen gewidmet. Ob Spionage-, Reise- oder Kriegsfotografie, Luftbild-, Werbe- oder Pressefotografie, Panorama-, Stereo- oder Sofortbildfotografie, jedes Thema wird in inszenierter Form den BesucherInnen nahegebracht. Fotografische Optik und Objektivbau werden allgemeinverständlich behandelt.

Neben künstlerischen, kontemplativen Elementen animieren Hands-On-Objekte und multimediale Installationen zum Anfassen und Mitmachen. Ob als Zeichenstudie an der Camera obscura oder als fotografisches Gesichtsmorphing mit Digitaltechnik, der kreative Prozess im Umgang mit fotografischer Technik soll in seiner spielerischen Ausprägung in der Ausstellung zu spüren sein.

 
 

Impressionen aus der Ausstellung


 

4. November 2008
bis 1. März 2009,
Fotogalerie

 




Gleisdreieck 1978 – Fotografische Spurensicherung im alten West-Berlin

Am Gleisdreieck konzentrierte sich bis 1945 der Schienenverkehr zum ehemaligen Anhalter und Potsdamer Personen- und Güterbahnhof sowie mehrerer Berliner U-Bahnstrecken.
Inmitten dieses Areals breitete sich in der Nachkriegszeit eine Kohlenhaldenlandschaft aus: die "eiserne Reserve“ Berlins. Als Reaktion auf die Blockade des Güterverkehrs nach West-Berlin durch die Sowjetunion 1948, erwarb der Berliner Senat diese Kohlen aus der Niederlausitz. Das von Ostberliner Arbeitern mühevoll errichtete Denk-Mal zerfiel in jahrzehntelanger Abgeschiedenheit; ein Erosionsprozess im Dialog zwischen Struktur und Chaos.
Ab 1980 entsteht auf dem Gelände das Deutsche Technikmuseum Berlin unter Einbeziehung rekonstruierter Ruinenteile des Anhalter Güterbahnhofs.

1978 begann die fotodokumentarische Gemeinschaftsarbeit der beiden Land-art Künstler Karina Raeck und Gary Rieveschl. Bei mehrjährigen Stadtwanderungen durch die Geschichtswelten des alten West-Berlins unternahmen sie eine fotografische Spurensicherung im Zyklus der Jahreszeiten.
Als "Archäologie der jüngsten Vergangenheit“ konfrontieren uns die Fotos mit einer stillen Ansammlung von Relikten einer gespaltenen Metropole. Sie zeigen Ausschnitte eines durch die Grenzmauer isolierten Stadtbereichs in einer Periode der Stagnation jener Jahre.

Vita

Karina Raeck wurde 1938 in Berlin geboren. Sie lebt heute in Griechenland, arbeitet zeitweilig auch in Berlin. Sie widmet sich bevorzugt landschaftskünstlerischen Projekten. So gestaltete sie das aus 5000 Gebirgssteinen errichtete Friedensmonument "Andartis“, das Anfang der 1990er Jahre auf der Nida-Hochebene in Kreta mit Hilfe der dort lebenden Menschen errichtet wurde sowie das dazugehörige Buchprojekt über den kretischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung im zweiten Weltkrieg.
2008 entstand das Fotoprojekt "The Memory of a Tree“. Es präsentiert Landschaftsskulpturen, die zurückliegende Feuerkatastrophen in den griechischen Wäldern von Penteli und Ymitos dokumentieren. In diesem Jahr erhält Frau Raeck den Deutschen Kritikerpreis für Bildende Kunst 2008.

Gary Rieveschl, geboren 1943, stammt aus Cincinatti, Ohio. Von 1978 bis 1985 lebte er in Berlin und verwirklichte zahlreiche Projekte unter dem Begriff “Lifeform“ in Kreuzberg und Neukölln.

DTMB-Medieninfo (PDF-Datei, 50 KB)

DTMB-Presse- und Medienservice

Die Ausstellung steht im Rahmen des 3. Europäischen Monats der Fotografie


Schauen Sie bitte auch

"Mit der Kamera in die Welt - Der Bordphotograph Richard Fleischhut"


Fotoausstellung vom 8. März bis 10. Juni 2007 über mondänes Schiffsreisen in den ersten vier Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts.

Sonderseiten in unserem Webmuseum.


"Strahlende Landschaften" - Fotografien von Karl-Heinz Rothenberger

Im Rahmen seines Energie-Jahres präsentierte das Deutsche Technikmuseum vom 15. Juli bis 2. Dezember 2007 Schwarz-Weiß-Fotografien zum Thema Uranabbau aus zwei Bilderzyklen von Karl-Heinz Rothenberger.

1. "Vom Uranerzbergbau zur Bundesgartenschau"
2. "Gittermasten - eine Baustelle als Kunstobjekt"

Zur Sonderseite.


"merkwürdig still" - Fotografien von Horst Gröger

13. Dezember 2007 bis 25. Mai 2008

Die Ausstellung mit Fotos des Künstlers Horst Gröger präsentierte Blumen und Landschaften von anmutiger Stille. Seine sepia-farbigen, analog hergestellten Baryt-Abzüge betonen nicht nur die Schönheit der Motive, sie gewinnen dadurch auch eine ganz eigenwillig melancholische Ausdruckskraft.

Das Spiel mit Schärfe und Unschärfe, die Körnigkeit sowie die in spezieller Sandwich-Technik unterlegten zarten Strukturen geben den klassischen Schwarz-Weiß-Fotos ihren ganz besonderen Charakter.

DTMB-Pressemappe.
 


"Mann und Auto" – Fotografien von Brigitte Kraemer

Das Verhältnis von „Mann und Auto“ ist ein moderner Mythos, den Brigitte Kraemer in ihren Fotografien facettenreich beleuchtet. Seit 1994 besucht sie unterschiedlichste Autotreffen, Raststätten, Garagen und Automobilmessen in ganz Deutschland. Das Deutsche Technikmuseum präsentierte vom 27. Mai bis 2. November 2008 eine Auswahl ihrer Arbeiten.

Die Fotografin ist tief in die Männerdomäne eingedrungen und zeigt mit ihren Bildern, dass das Auto im Leben vieler Männer mehr ist als ein Gebrauchsgegenstand oder ein Hobby: Es wird umfunktioniert zum Wohnraum mit Küchenzeile, mobiler Bar und Airbrush-Gemälden. Vergoldete Schrauben und Chromteile zieren den Motorraum wie Piercings. Auf vielen Aufnahmen entsprechen sich Mann und Auto auf eigentümliche Weise. Brigitte Kraemers Fotografien sind jedoch nicht vergleichend und distanziert. Sie blickt mit Humor auf die verschiedenen Ausprägungen, welche die besondere Beziehung eines Mannes zu seinem Auto hervorbringen kann. Der Technikverliebtheit, der Kreativität genauso wie der Absurdität sind keine Grenzen gesetzt. Das Auto ist ein Objekt der Begierde, das noch dazu für jeden erreichbar ist.

DTMB Presse- und Medienservice.

Ausstellungstipp "Mann und Auto" bei "nano" (Wissenschaftsmagazin des Fernsehsenders 3sat).
 

DTMB-Medieninfo "Faszination des Augenblicks - Eine Technikgeschichte der Fotografie" (PDF-Datei, 52 KB).

Ausführliche Informationen erfahren Sie auch in Heft 2/2007 der Zeitschrift "Deutsches Technikmuseum", die das DTMB und der Verein "Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums" gemeinsam publizieren (PDF-Datei).

Ausflugtipp zu "Faszination des Augenblicks" der Wissenschaftsfernsehsendung "nano" (3Sat).

Presse- und Medienservice


  Abteilungsleiter: Gerhard Kemner
Tel. (030) 90 254-171
  Wissenschaftliche InstrumenteGeschichte der Filmtechnik
 

Home

Rundgang
"Faszination des Augenblicks - Eine Technikgeschichte der Photographie"
www.dtmb.de/Rundgang/Fototechnik/index.html 
Letzte Änderung: 3. November 2008